Drucken

 

Ausstellung "Out Of The Box"

Bürgerportal des Main-Kinzig-Kreises

Barbarossastraße 24, 63571 Gelnhausen

7. – 22. Januar 2020

 

"Dass etwas vor meinen Augen liegen kann und ich es nicht sehe, und zwar weder physisch noch seinem Wesen nach, habe ich oft erfahren. Hieraus entwickelte sich eine besondere Art Aufgeschlossenheit und Aufmerksamkeit. Die Fotografie hilft mir dabei Beobachtungen zu deuten, die sich leicht der Wahrnehmung entziehen. Ich nehme mit der Kamera ins Visier was sich meinem Blick beinahe willfährig aufdrängt, um es anschließend näher und in einem einfühlsamen, mal fantasievollen, mal gesellschaftlichen Kontext gesetzt, betrachten zu können.

Meine Aufnahmen gleichen am ehesten einer Sachlichen Dokumentarfotografie des unglamurösen Stils. Bei meiner Art Sicht auf das Objekt werden Grenzen zwischen Welt, Atelier (Fotostudio) und Galerie aufgehoben. Betrachter*innen werden anders darauf reagieren als auf Schöne Künste. Die ungeschönten Abbildungen sind Produkte der Auffindung und werden üblicherweise als Bildmotiv bewußt gemieden oder übersehen. Sie enthüllen charakteristisch kulturelles Verhalten, urbane Räume, ökologische, private und kollektive Dramen, gesellschaftliche Krisen, hochgradig geregelte Natur bürgerlicher Ordnung, aber auch graphische, spielerische Elemente kurzfristiger Erscheinung. Die vermeintlich willkürlich gewählten Alltagsmotive sind meist öffentliche und dennoch private Szenen, in die eigene Erfahrungen eingebracht und mit Bedeutung gefüllt werden. Sie können so die Bildung des Bewußstseins fördern und zu poetischen Betrachtungen darüber werden, wie wir unser Leben gestalten. Sie lassen uns nach unserer Lebensweise und unseren Charakteren forschen.

Meine Arbeitsweise (Out Of The Box1): Obwohl ich in der Regel eine professionelle Kamera benutze, sind meine Aufnahmen im lomografischen Stil: weil ich weder eingreife noch arrangiere, und die digitale Abbildung muß so nahe wie möglich an die vorgefundene "Realität" heranreichen.

Krücke, doppelter Boden, Kopfgeburten (Out Of The Box2): Indem ich mit der Anstellung eines Partnerbildes und durch die Vergabe von Bildtiteln eine Korrespondenz anbiete, um zu sehen was hinter der individuellen Grenze des Sichtbaren und der jeweils eigenen Betrachtungsweise liegt, hebe ich meine emotionale Neutralität auf und übertrage die Idee eigener, vergleichender Sehgewohnheiten auf die Betrachter*innen und erinnere somit auch daran, daß dokumentarische Fotografie immer auch subjektiv ist."


Ausstellung "Mensch – Natur"
Fundstücke und Abstraktionen

Kulturamt der Gemeindeverwaltung Biebergemünd

Am Gemeindezentrum 4, 63599 Biebergemünd

25. Januar – 6. März 2020

Vernissage: 24. Januar 2020

 

Die Fotografie hilft mir Beobachtungen zu deuten, die sich gewöhnlich eher der Wahrnehmung entziehen. Ich nehme mit der Kamera ins Visier, was sich meinem Blick beinahe willfährig aufdrängt, um es anschließend näher und in einem einfühlsamen, mal fantasievollen, mal gesellschaftlichen Kontext zu betrachten und so meinen Gedankenprozessen Ausdruck zu verleihen.

Wie auch bei anderen kreativen Prozessen in der bildenden Kunst, liegt meiner Motivwahl das Unbewußte zugrunde, wie etwa meine Neigung zur Reflexion, Fragen nach dem Wesen von Mensch, Natur, Dingen, Erscheinungen und der Versuch, diese auch mehrdimensional zu betrachten. Es entstehen Bilder von offenbarungshafter Dynamik eines unglamurösen Stils, die der Sachlichen Dokumentarfotografie gleichen. Bei dieser Art Sicht auf das Objekt werden die Grenzen zwischen der Welt, Atelier (Fotostudio) und der Galerie aufgehoben.

Ich fotografiere Vorgefundenes spontan, im lomografischen Stil: ohne Stativ, Leiter, Kunstlicht oder langes Warten auf das bessere Licht, ohne einzugreifen oder zu arrangieren. In diesem Sinne bin ich mehr “Spürhund oder Sehkünstlerin” als Fotografin.Mit dem Moment des Auffindens eines Motives ist meine Bildkomposition meist intuitiv erfasst und festgelegt. Es gelangen schließlich nur die Aufnahmen in die Ausstellung, an denen mein Blick beim Durchscrollen der Minituransichten am Computer immer wieder hängen bleibt, weil sie “zu mir sprechen”, mich zum Nachdenken anregen, mich schließlich sehen lassen was hinter der Grenze des Sichtbaren liegt. Ich übertrage die Idee meiner eigenen Sehgewohnheiten auf die Betrachter*innen, beflügele deren Vorstellungskraft und erinnere u.a. auch daran, dass dokumentarische Fotografie immer auch subjektiv ist.

Die Abstraktionen (Wischtechnik durch Bewegung, Unschärfen und/oder Überbelichtung) entstehen ebenfalls immer aus der freien Hand und in launenhafter Experimentierfreude. Hier finden im Nachgang minimale digitale Bearbeitungen wie Farbsättigung und/oder Kontrastveränderung statt.


November 2018: Kulturpreis des Main-Kinzig Kreises 2018 (www.kulturpreis.net)

 


Ausstellung

Hanauer Kulturverein e. V.

Remisengalerie Schloss Philippsruhe, Hanau

28. Oktober – 18. November 2018

Ein Katalog der Ausstellung kann für 18 € (zzgl. Versand) erworben werden.

Info bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!